Heute war ich bei der Post. Eigentlich der ungünstigte Zeitpunkt im Jahr. Vermutlich noch ungünstiger als vor Weihnachten, wo viele Menschen Post an ihre Familien und Freunde verschicken. Morgen ist die Einkommensteuererklärung in den USA fällig, zumindest für natürliche Personen, sofern keine Verlängerung beantragt wurde. Wie dem auch sei, ich habe also sehr viel Zeit in der Post verbracht, insbesondere mit “Anstehen”. Dies ist auch sehr beliebt in den USA oder zumindest ereilt einen dies recht häufig. Woran das liegt, habe ich noch nicht herausgefunden. Manchmal gibt es auch eine Gelegenheit darum herum zu kommen, z.B. in einigen Vergnügungsparks, in denen man teuerere Ticktets kaufen kann, die dann den Zutritt zu den Attraktionen ohne oder fast ohne Anstehen ermöglichen. Aber das ist eine andere Geschichte.
Ich habe mich heute mal wieder über die Bemühung zum Multitasking geärgert, die im Ergebnis “viel nichts in kurzer Zeit bewerkstelligt”. Es ist häufiger anzutreffen, dass ein Verkäufer oder hier ein Postbediensteter versucht, möglichst viele Kunden gleichzeitig zu bedienen. Beim Bestellen in einem Deli oder Cafe hat dies zur Folge, dass man seine Bestellung mindestens drei Mal wiederholen muss, da einem die Bedienung nicht soviel Zeit auf einmal einräumt, die Bestellung nicht nur akustisch zu verstehen, sondern auch inhaltlich zu verarbeiten und sich zu merken. Auf der Post hatte dies zur Folge, dass ich mehrer Anläufe nehmen musste, um mir die verschiedenen Versandmöglichkeiten erklären zu lassen. Leider blieb nie genug Zeit, die einzelne Versandart bis zum Ende zu beschreiben. Die Auskunft beschränkte sich folglich auf “This is better”.
So gehen einige Dinge schneller als in Deutschland, allerdings ist die Frage, ob die Antwort tatsächlich schon die Lösung ist. Wenn nicht, dann dreht man eine weitere Runde. Bis das richtige Ergebnis gefunden ist oder der Fragende aufgibt.